Dauert 15 Sekunden je Folge: die Instagram Mini-Serie „The Shield“.

The Shield Instagram SerieDas ist genau das Richtige für die aufmerksamkeitsgestörte und digital demente Internet-Generation: eine Instagram-Thrillerserie, pro Folge nicht mehr als 15 Sekunden, 28 Folgen Gesamtlänge.

In der Mini-Thriller-Serie „The Shield“ geht es um um einen misslungenen Diamantenraub. Der Anfang beginnt schon viel versprechend, man ist gleich „in medias res“.

Security driver John Swift is arrested for his involvement in a diamond heist and subsequent death of a colleague. Determined to prove his innocence, he finds himself on the run from both the police and those he believes have framed him. Embroiled in a perilous game of cat and mouse, will he be able to evade capture long enough to uncover the truth?

Vorgestern am 1.2. gelauncht, sind die ersten vier Folgen bereits auf dem Instagram Profil zu sehen. Täglich um 17 Uhr Londoner Zeit (16 Uhr in Deutschland) gibt es neue Folgen. Dazwischen gemischte Fotos liefern zusätzlichen Kontext zur Story. Das gesamte Konzept scheint gut durchdacht zu sein.

Hier ist die erste Folge. Mehr gibt es hier zu sehen.

 

 

 

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Marcus Tandler: Rise of the Machines (aka Google)

Man muss es ihm lassen: Marcus Tandler hält sehr amüsante Vorträge. Über 230 Powerpoint Folien in 29 Minuten. In diesem Video erläutert er, was Google wirklich vor hat. Denn die Suchmaschine von Google ist nur einer von vielen Wegen, das Feld der künstlichen Intelligenz zu erschliessen.

Mit jeder Suchanfrage und jeder Nutzung von Google Maps, Google Now oder Android lernt die Maschine. Alles, was ihr im Web oder mit euren Smartphones oder zuhause mit euren Nest-Thermostaten macht, wird Teil des kollektiven Wissens von Google. Es ist erschreckend. Seht selbst, die 29 Minuten sind nicht nur amüsant, sondern auch sehr erhellend.

 

 

 

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Das Miniaturwunderland Hamburg in Google Streetview

Das Miniaturwunderland in Hamburg kann man jetzt also auch auf Google Streetview einsehen! Ein weiterer fantastischer PR-Coup vom Team einer meiner Lieblingsattraktionen in Hamburg!

Das Team von Google Streetview hat zwei Dinge gemacht: 360° Aufnahmen diverser Highlights des Miniaturwunderlandes, sowie eine echte „Streetview“ Innenansicht der Räumlichkeiten. Auf einer speziell zusammengestellten Website kann man alle 360° Bilder sehen.

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Die Map auf dieser Seite ist wenig hilfreich. Nur mühsam kann man sich hier in das Wunderland einzoomen.

Bislang konnte ich nur eine Szene entdecken, bei der man sich im Bild voranklicken konnte, und zwar auf einer Eisenbahnstrecke.

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Viel spannender ist die Tatsache, dass man tatsächlich von der normalen Google Maps Karte auf die Innenansicht des Miniaturwunderlands kommt:

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Einige der Bilder in der unteren Leiste führen auf die 360° Ansichten der Miniaturszenen:

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Der Image-Film, der dazu gestaltet wurde, ist weniger ein Film über das Entstehen der Streetview Szenen, als ein süßer Moodfilm darüber, wie die Aufnahmen in dieser Miniaturwelt entstanden wären, würde es tatsächlich Miniatur-Google-Autos geben.

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Wie die 360° Ansichten wirklich erstellt wurden, kann man stattdessen auf dieser Website sehen.

Das Miniaturwunderland hat sich schon mehrfach durch schlaue PR Aktionen ausgezeichnet. Vor einigen Monaten haben sie es sogar in die ARD Tagesschau geschafft. Wie? Ganz einfach: sie haben ein maßstabsgetreues Modell des neuen (Millionen Euro teures) Tagesschau-Studio gebaut. Natürlich mussten die gebauchpinselten Tageschauredakteure das in den Nachrichten zeigen. Washington, Berlin, Miniaturwunderland. Warum auch nicht.

 

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Der wahre Grund, warum die Kompassnadel nach Norden zeigt

OK, ich bin etwas spät dran mit diesem Video, es stammt vom 12. November. Ich hatte mir das auf dem Handy in der Facebook als Link gespeichert, um es mir später auf dem Desktop anzusehen. Eine sehr sichere Methode, Dinge für längere Zeit zu vergessen.

Mona Harry mit einer Ode an den Norden. Vorgetragen im Rahmen eines Poetry Slams ausgerechnet in Bayern!

Wunderschön, trifft bei mir einen Nerv, ich könnte alles davon unterschreiben:

 

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Wie der IS entstanden ist – die Geschichte des nahen Ostens seit 1953

Die IS ist ein relativ neues Phänomen. Letztendlich aber auch nur ein Resultat der Außenpolitik der USA der letzten 60 Jahre. In der ZDF Sendung „Die Anstalt“ wird die extrem komplexe Situation im nahen Osten sehr anschaulich erklärt. Beim folgenden Video konnte ich nur staunen, wie stark und teilweise rücksichtslos die USA in der Politiksuppe des nahen Ostens teils direkt, teils mit Geheimdienstaktivitäten, herumgerührt hat. Mal sind Feinde Feinde, mal sind sie Verbündete, rechts wird mit einer Gruppierung gegen eine dritte gemeinsam gekämpft, links wird diese erste Gruppierung selbst bekämpft.

 

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Aktuell kann man ähnliche Effekte beobachten. Die Türkei ist nicht wirklich für ihre Einhaltung von Menschenrechten bekannt und die Tatsache, dass Erdogan nebst der IS auch gleichzeitig auf oppositionelle Gruppierungen wie die PKK schiesst, wird allenfalls geduldet, meisten heftig kritisiert. Jetzt ist er auf einmal einer der wichtigsten Partner, wenn es darum geht, den IS zu bekämpfen und Flüchtlingsströme zu kanalisieren. Da drückt man doch gerne ein Auge zu wenn es um seine anderen „Baustellen“ geht.

Auch Putin hat mit dem Einmarsch in der Ukraine gezeigt, dass es immer noch Differenzen zwischen Ost und West gibt. Aber im Kampf gegen den IS ist er jetzt ebenfalls ein wertvoller Partner. Über die Ukraine habe ich in letzter Zeit allerdings nicht mehr viel gelesen.

 

 

 

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Die Netzneutralität ist tot und Höttges trampelt schon drauf rum

Manchmal weiss man nicht, ob man sich noch ärgern, oder lieber gleich resignieren soll.

Die Netzneutralität wurde vorgestern beerdigt. Direkt am Tag danach zeigt Höttges das wahre Gesicht der Telekom: In Zukunft müssen Unternehmen für mehr Bandbreite und gesicherte Übertragungsqualität von sogenannten „Spezialdiensten“ zahlen.

Während Digitalwirtschaftskommissar Oettinger auf Spezialdienste verwies, bei denen eine gesicherte Übertragungsqualität essentiell ist, war eigentlich allen, die wirklich Ahnung haben, klar, dass das kompletter Stuß ist. Denn die Beispiele Telemedizin und selbstfahrende Autos sind nicht der Normalfall, außerdem steht eh zur Debatte, ob diese Dienste jemals über das normale Internet übertragen werden.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Lobbyisten von Herrn Höttges diesen Stuß in das Skript von Herrn Oettinger geschrieben hat. Und der wiederum hatte vermutlich eh keine Ahnung worüber er eigentlich spricht und alles brav nachgeplappert.

Jetzt, wo das Thema durch ist, muss Höttges keine Augenwischerei mehr betreiben und spricht Klartext. Es geht bei den Spezialdiensten um alles, was eine gesicherte Übertragungsqualität braucht. Also auch so Dinge wie Online Games oder Videokonferenzen.

Warum braucht es diese Spezialdienste im Netz? Das Internet ist vielfältig und bringt Dienste hervor, an die bis vor kurzem noch niemand gedacht hat. Das fängt bei Videokonferenzen und Online-Gaming an und geht über Telemedizin, die automatisierte Verkehrssteuerung und selbststeuernde Autos bis zu vernetzten Produktionsprozessen der Industrie.

Dafür will die Telekom ein paar Prozent Umsatzbeteiligung. Also nicht nur eine monatliche Gebühr, sondern eine Umsatzbeteiligung.

Wollen sie Dienste auf den Markt bringen, bei denen eine gute Übertragungsqualität garantiert sein muss, brauchen gerade sie Spezialdienste. Nach unseren Vorstellungen bezahlen sie dafür im Rahmen einer Umsatzbeteiligung von ein paar Prozent. Das wäre ein fairer Beitrag für die Nutzung der Infrastruktur. Und es sorgt für mehr Wettbewerb im Netz.

Es ist also genau das eingetreten, wovor viele gewarnt haben. Dabei erkennt Herr Höttges selbst, dass das Internet eine gesellschaftlich wichtige Infrastruktur ist. Gleichzeitig ist es schon fast ein Hohn, dass er in dem Zuge sagt, es müsse frei und ohne Diskriminierung bleiben. Genau das Gegenteil hat er (und seine CEO Kollegen der anderen europäischen Telekom Gesellschaften) jetzt erreicht.

Es hat als Informations- und Partizipationsmedium eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Es muss deshalb frei, offen und ohne Diskriminierung bleiben.

 

Zwei Dinge würde ich mir für die Zukunft wünschen:

  1. Politiker sollten in Zukunft für ihr Ressort eine gewisse Fachkompetenz aufweisen oder sich aneignen. In vielen Berufen ist so etwas eine Grundvoraussetzung. Warum nicht auch bei Politikern, die ja über durchaus wichtige Themen entscheiden?
  2. Das Internet als gesellschaftlich wichtige Infrastruktur sollte nicht in den Händen eines marktwirtschaftlich operierenden Unternehmens liegen.

 

 

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