Das New York City WiFi Orchester

Man nehme mehrere Straßenmusiker, die quer verteilt in New York stehen. Dazu einen Dirigenten, der irgendwo zentral in einem Park steht. Man verbinde die Musiker mit dem Dirigenten per Laptops mit WebCam über das anscheinend überall verfügbare WLAN – und Voilá, das virtuelle digitale Orchester steht.

 

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Das Setup, die ganze Idee ist eine Blaupause für eine Werbeidee irgendeines Telekommunikationskonzerns. Bin gespannt, wann wir das erste “Viral” eines solchen Unternehmens mit solch einer Idee sehen werden.

 

Wie Google funktioniert – das Buch von Eric Schmidt als Slideshare-Präsentation

Sogar Eric Schmidt, ein gestandener CEO, musste dazu lernen, um ein Unternehmen wie Google erfolgreich zu machen. Er hat also Google nicht irgendwelche etablierten Management-Methoden übergestülpt, sondern anscheinend dafür gesorgt, dass die bereits bestehende Google-Kultur halbwegs vernünftig arbeitet.

Es geht darum, die richtigen Leute zu finden: “Smart Creatives”, die darauf brennen, in kleinen Gruppen schnell Ideen und dann Prototypen zu entwickeln.

Strukturen für Kreativität zu schaffen. Strukturen, die auch ein Scheitern zulassen (siehe übrigens auch die aktuelle Brandeins über “Scheitern”), idealerweise mit einem Serendipitösem Ausgang (keine Ahnung, ob es das Wort gibt – auf Englisch ist es “serendipitous”).

Aber lest selbst, es sind nur 54 kurzweilige Slides:

 

 

 

 

Erschreckende Ausblicke der aktuellen Medienrevolution.

Sebastian Matthes schreibt in der Huffington Post einen Artikel mit dem Titel: “Medienwandel: Warum die eigentliche Revolution erst noch bevorsteht

Alles dreht sich um Smartphone/Mobile Konsumierung von Online Nachrichten, die zudem hauptsächlich über soziale Medien gefunden werden. Bedeutet: der “Ottonormalverbraucher” liest in Zukunft nur noch das, was er über Twitter und Facebook findet – und das auf dem relativ kleinen Screen eines Smartphones.

Für mich ein bestürzender Ausblick: News werden zunehmend auf Smartphones gelesen – Endgeräte, die nicht gerade dafür bekannt sind, dass man sich längere und damit vermutlich fundiertere Artikel durchliest.

Dazu noch werden Inhalte laut des Artikels zunehmend über Social Networks gefunden (statt der Website einer Redaktion). Die wirklich politisch und wirtschaftlich fundierten, wichtigen Artikel werden aber selten geshared werden (u.a. weil sie von den wenigsten auf dem Smartphone bis zum Ende gelesen werden).

Ist das der Zusammenbruch einer ehemals zumindest halbwegs gut informierten Gesellschaft? Bewegen wir uns auf eine Gesellschaft hin, die nur noch Buzzfeed und heftig.co geartete “News” entdecken und lesen wird? Ich habe Angst…

 

 

Die VG Media schmollt und schimpft über das Google “Monopol”.

GoogleMonopol-1Holt das Popcorn raus, es gibt wieder Neues vom Leistungsschutzrecht, der Schlammschlacht zwischen Google und der VG Media – sprich der VG deutscher Mediendinosaurier.

 

Was ist passiert?

Ganz einfach. Google hat auf das durch die Medienlobby angetriebene Verabschieden des Leistungsschutzrechts reagiert wie erwartet. In den Suchergebnissen werden keine Snippets oder Bildvorschauen mehr angezeigt. Stattdessen sind nur noch die Überschriften inkl. Link sicht- und klickbar.

Das ist im Prinzip ein fast marktübliches Verhalten. Die einen legen einen Preis für Textsnippets und Vorschaubilder fest (und setzen dieses Vorgehen sogar per Gesetz durch – ist das noch fair?), der andere Player entscheidet sich, das nicht zu „kaufen“ und zeigt diese Snippets einfach nicht mehr an.

 

Was regt die VG Media so auf?

Soweit so gut, sollte man denken. Allerdings ist das für die VG Media anscheinend nicht gut genug. Jetzt schreien und zetern sie, dass Google seine Marktmacht ausnutzt, um die Verlage dazu zu zwingen, die Snippets kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Erpressung nennen sie das. Die VG Media will, dass Google gezwungen wird, die Textsnippets zu kaufen. Oder, wie Stefan Niggemeier es formuliert:

Die VG Media wirft Google vor, diejenigen Verleger zu „diskriminieren“, die von Google für die Anzeige ihrer Inhalte Geld wollen, und zwar dadurch, dass es deren Inhalte nur noch in der kostenlos erlaubten Form anzeigt. Die „Erpressung“ besteht aus VG-Media-Sicht darin, dass Google auf diese Weise „die Zustimmung der Verleger zu einer unentgeltlichen Nutzung der Inhalte erzwingen“ will.

Und das ist der eigentliche Aufreger. Mir geht das Verhalten der VG Media mächtig gegen den Strich.

Natürlich es ärgerlich, dass die Snippets entfernt wurden. Und ja, Google hat über 90% des Suchmaschinenmarktes.

Aber: Google hat die Verlinkung auf die Medienseiten nicht komplett gelöscht. Die Nutzung von Headline und Link war von den Medien ausdrücklich als zulässig definiert worden. Die Medien können sich also immer noch über kostenlosen Traffic freuen. Google hat nicht den Auftrag, Webtraffic gleichmäßig und gerecht über die deutschen Medien zu verteilen.

 

Und das regt mich auf!

Man könnte sogar so argumentieren: VG Media hatte vorher mit den Snippets einen Vorteil gegenüber allen anderen Websites (z.B. Blogs). Jetzt müssen sie sich wie alle anderen Websites in der Liste der Suchergebnisse einreihen.

Was für eine Dreistigkeit? Sie wollen nicht nur in der Suche besser dastehen als andere Websites, sie wollen dafür auch noch bezahlt werden!

Die Deutschen/Europäischen Medien, IT- und Webunternehmen haben es einfach nicht geschafft, ein ähnlich gutes Angebot auf den Markt zu bringen. Und weil das ja blöd ist, stampft die VG Media mit dem Fuss auf und fordert die Gesetzeshüter auf, die Interessen der Deutschen Medien per Regulierung durchzusetzen.

Das Problem ist: der Großteil der Deutschen Bevölkerung wird von diesem Streit in erster Linie durch – na wen wohl? – erfahren: richtig. Dieselben Medien, die gerade gegen Google vorgehen. Die VG Media hat also auch eine gewisse Markt beherrschende Stellung und man darf gespannt sein, wie sie diese (aus-) nutzen werden.

Ich könnte mich noch Tage lang darüber aufregen, deshalb höre ich hier am besten auf.

 

 

Hamburg.

Seit gestern kursiert ein Clip über Hamburg auf YouTube.

Unser Hamburg: Hinter den Kulissen einer Metropole - In atmosphärisch dichten Bildern und poetischen Worten vermittelt der Dreiminüter das Lebensgefühl an der Elbe und gibt Einblicke in die Hamburger Seele.

Der Clip drückt auf beeindruckend schöne Weise aus, was ich für meine Heimatstadt Hamburg empfinde. Hier will ich nie weder weg.

 

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Die moderne Internetnutzung hat Ähnlichkeiten mit Drogenmissbrauch.

Im folgenden Video werden die Ergebnisse einer Studie zur Online Nutzung präsentiert. Es ist erstaunlich: in vielerlei Hinsicht ist das mit den Effekten von Drogen vergleichbar:

5-10% der Befragten haben ihre Online Nutzung nicht unter Kontrolle.

Es ist eine psychologische Sucht: in Brainscans kann man ähnliche Muster im Gehirn im Bereich von Aufmerksamkeit, Emotionen und Entscheidungsfähigkeit feststellen. Durch die einfache Stimulation verlangt das Gehirn immer mehr vom Selben.

Insbesondere Social Media scheint die Produktion von Dopamine ankurbeln. Wobei bis zu 80% der Aktivitäten und Aussagen in Social Media ich-bezogen sind, im Vergleich zu 40% bei persönlichen Begegnungen.

 

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Da ich seit Jahren nicht mehr Offline war, kann ich nicht einschätzen, ob ich Entzugserscheinungen haben würde, sollte das Internet irgendwann mal ausfallen …

 

 

Wearable Tech: das Polo Tech Shirt von Ralph Lauren

Der Trend “Wearable Technologie” nimmt zu. Jetzt hat die erste Luxusmarke ein Gadget rausgebracht: Das Polo Tech Shirt von Ralph Lauren.

Das Hemd hat Silberfäden eingewebt und misst Distanz, verbrannte Kalorien, Bewegungsintensität, Puls und Stresslevel.

 

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Ich schätze, dass in wenigen Jahren fast jeder irgendein “Wearable Tech” Gerät trägt um irgendwas an sich zu messen.