Mustererkennung
By Roland Hachmann in Digitales Leben, Gerade gedacht, Videos | 0 comments
Mustererkennung ist der neueste Roman (2003) von William Gibson, der mit Neuromancer den Cyberpunk erfand.
Ich erlaube mir mal freundlichst, hier eine kurze Beschreibung des Inhalts zu kopieren:
Cayce Pollard ist eine teure Marketing-Beraterin, deren geheimnisvolle Intuition ihr wichtigstes Hilfsmittel ist: Sie besitzt eine besondere Sensibilität für Markenlogos. Während sie in London das neue Logo eines Weltkonzerns testet, wird ihr ein Auftrag angeboten: Seit einiger Zeit tauchen im Netz seltsame Filmclips auf, die weltweit einen Kult ausgelöst haben. Cayce soll herausfinden, wer dahintersteckt. Als Unbekannte in ihre Wohnung und in ihren Computer eindringen, wird ihr klar, daß dies ein gefährliches Spiel ist. Doch Gefahr hat sie noch nie abgeschreckt. Ihre Recherche führt sie nach Tokio, nach Rußland - und ins Machtzentrum unserer globalisierten Gesellschaft.
Der Roman ist gut, keine Frage. Aber er steht in der Rubrik Science Fiction, und das verstehe ich nicht. Zeigt es doch letztendlich, dass diejenigen, die diese Bücher kategorisieren, noch nicht in der Realität angekommen sind.
Es gibt in dem Buch nichts, wirklich gar nichts, was nicht schon längst Realität wäre. Oder 2003, als das Buch geschrieben wurde, Realität war. Es geht lediglich um Videos im Netz, um Laptops, Handys, Foren, Coolhunting und um Emails. Nichts besonderes also. Der Rest ist “Thriller”. Die Suche nach einem Unbekannten, die Verfolgung der Protagonistin durch Unbekannte, und so weiter.
Wenn das Science Fiction ist, dann ist mein Leben auch Science Fiction. (Allerdings ohne Thriller.)
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