Vom persönlichen Wert der Redundanz
By Roland Hachmann in Blogging, Blogrundschau, Deutschland, Digitales Leben, Gerade gedacht, Im Netz gefischt, Web 2.0 | 0 comments
Bei Nerdcore steht’s eigentlich schon, aber ich bin der gleichen Meinung und genau darum schreibe ich es hier auch noch mal hin: Redundante Inhalte im Web sind gar nicht so schlimm. Oder, mit den Worten von René, der das bereits wundervoll formuliert hat:
Ich editiere eine Website. Und diese Website ist thematisch auf das fokussiert, was mich, alleine mich anmacht.
Alles, was mich im Feedreader anspringt, landet hier und dass diese Themen auch andere Menschen interessiert, ist super, aber nicht meine Motivation
Es geht mir beim Bloggen also vor allem lediglich um mich und meine Website und den Content, den ich da haben will. Und ich verstehe es tatsächlich überhaupt nicht, warum ich da andere Websites zum Maßstab machen soll.
Wenn ich aber auf anderen Blogs oder Websites etwas finde, das ich auch bei mir haben will, dann ist mir ebenso wurscht, wie „groß“ das Blog ist, wie bekannt, wer das jetzt schon alles gelesen hat oder wie redundant das ist.
Diese Redundanz nennt man in diesem Falle aber Vernetzung und ist in diesem Internetz nicht unwichtig, um es mal vorsichtig auszudrücken. Wenn man diese Redundanz online vermeidet, arbeitet man gegen eins der Grundprinzipien des Netzes. Ohne diese Redundanz wäre das Internet nur eine Sammlung von Dokumenten und den Hyperlink könnte man in die Tonne treten.
Mir geht das genau ähnlich. Meine Blogs spiegeln meine Interessen wieder und ich schreibe diese Blogs in der Form eines Web-Logbuchs: Hier steht, was ich gefunden habe und ggf. meine Meinung dazu. (Verzeiht mir, wenn ich nicht immer eine differenziert Meinung zu jedem Scheiss habe, den ich im Netz finde und hier poste.)
Solange dieses Blog aus meiner Sicht komplett ist, stört mich die Redundanz im gesamten Internet nur marginal. Suchtechnologien werden immer besser, im Zweifelsfall werden nur wenig durch diese Redundanzen verwirrt.
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