Blogging
Neues Twitter Branding: in Zukunft nur noch @Netzfischer
Einige werden es von selbst bemerkt haben, andere sind einem Link in meinem Twitter Stream gefolgt: aus meinem Twitter Profil “@webjungle” wird jetzt “@netzfischer”. Ansonsten bleibt das meiste gleich.
Warum mache ich das? Hier einige Gründe, die den Wechsel ermöglichen:
- Mittlerweile ist ein wirklich konsequentes Netzfischer Branding möglich. Vor einiger Zeit berichtete ich davon, dass ich die Domain Netzfischer.de gekauft habe. In dem Deal war auch der Twitter Handle “@netzfischer” enthalten.
- Ich habe gemerkt, dass mir Twittern und Bloggen auf Deutsch sehr viel leichter fällt. Ich habe zwar viele Jahre in den USA und Schottland verbracht, aber Muttersprache ist Muttersprache. Deutsche Tweets/Blogposts schreibe ich häufiger und lieber.
- Mittlerweile sind viele, wenn nicht sogar die meisten meiner Follower deutschsprachig.
Das sind aber nur Dinge, die den Wechsel erleichtern. Der Grund, den Wechsel tatsächlich durchzuführen ist ein anderer.
WebJungle ist mein Blog über Marketing im weitesten Sinne und deckt letztendlich nur meine berufliche Passion ab. Das soll auch so bleiben, zumindest was das Blog betrifft.
Mein Interesse an Netz-Dingen greift aber sehr viel weiter. Das Netzfischer Blog war schon lange eine Spielwiese für diese Inhalte, und ich habe mich hier zunehmend lieber aufgehalten. Meine Marketing Interessen (WebJungle) sind ja nur ein Teilausschnitt meiner Netzinteressen generell (Netzfischer).
Ein weiterer, nicht ganz unwichtiger Grund: ich glaube, dass “Netzfischer” einprägsamer als “WebJungle” ist. Insbesondere für den Deutschen Sprachraum, in dem ich mich zunehmend rumtreibe. Als ich im Juli 2007 mit Twitter anfing, war ich noch sehr stark im internationalen Social Web unterwegs. Das hat sich mittlerweile geändert.
Insofern ist es nur konsequent, meinen Twitter Handle darauf hin zu ändern. Mir ist klar, dass ich dadurch einige internationale Follower verlieren werde. Ebenso werde ich vielleicht einige Follower verlieren, die sich wirklich nur für (Social Media) Marketing interessieren.
Längerfristig sollte dieser Wechsel aber für mehr Klarheit sorgen, was ich auf Twitter in Zukunft veröffentlichen werde: viel kurioses aus dem Netz, Links und Insights. Nur ab und an – so wie es sich in der letzten Zeit ja auch eingependelt hat – mal etwas über digitales Marketing.
Die Geschichte von Boing Boing.
Boing Boing ist mit Sicherheit eines des bekanntesten und meistgelesenen Blogs weltweilt. Warum das Blog so erfolgreich ist und wie es dazu kam, hat Fast Company in einem längeren Artikel über die Geschichte von Boing Boing ergründet.
Ein wichtiger Faktor ist anscheinend, dass es die ganze Zeit ein Hobbyprojekt geblieben ist.
We know what happens next: This hobby morphs into a successful business. But Boing Boing’s version of that tale is a little different. Frauenfelder and his partners didn’t rake in investment capital, recruit a big staff and a hotshot CEO, or otherwise attempt to leverage themselves into a “real” media company. They didn’t even rent an office. They continued to treat their site as a side project, even as it became a business with revenue comfortably in the seven figures. Basically, they declined to professionalize. You could say they refused to grow up.
Ein sehr lukratives allerdings. Schon relativ früh konnten die Betreiber einen Umsatz von $27.000 verbuchen.
They named Google, Apple, O’Reilly Media, and Wired. “I called them and said, ‘The most linked-to blog in the world is going to be open to marketers.’ ” He asked for a three-month minimum commitment, at $3,000 a month, for a rotating spot in a noticeable but nonintrusive ad box. Apple begged off, but the other three agreed. “So all of a sudden, these guys had $27,000 of income for the quarter.” Boing Boing was in business.
Heutzutage dürfte es etwas mehr sein, die Beuscherzahlen sind sehr hoch:
According to Quantcast data, it gets about 2.5 million unique visitors a month, racking up 9.8 million page views, a traffic increase of around 20% over 2009. It attracts blue-chip advertisers such as American Express and Verizon. It makes a nice living for its founders and a handful of contract employees.
Bis heute ist es ein “Hobbyprojekt”, auch wenn es so scheint, als könnten die Betreiber allein vom Bloggen leben. Und das mit Dingen, die nicht redaktionell geplant, sondern eher nach einem Zufalls- und Geschmacksprinzip ihren Weg ins Blog finden.
Einen ersten Schub hat das Blog allerdings durch die klassichen Medien erfahren – wie das so oft passiert.
For a year or so, he used the Blogger software he’d learned about to post short items on boingboing.net, attracting an audience of a few hundred people a day. In January 2001, he got curious about what was then intense speculation about a new creation from inventor Dean Kamen that was later to be the subject of a book called Code Name Ginger. Searching an online patent database for Kamen’s name, Frauenfelder found a drawing of what looked like a person riding an old-fashioned push lawn mower (as we now know, this would be the Segway). He posted a link, CNN picked up on it, and boingboing.net racked up 5,000 visits in a day.
Weitere interessante Insights über das Blog, die Autoren und deren Hauptberufe gibt es in dem Fast Company Artikel. Sehr lesenswert.
Verwirrung um den Jugendmedienschutzstaatsvertrag
Nur in Deutschland! Nur in Deutschland hat man eine Verordnung, deren Name so lang ist, dass man ihn kaum aussprechen kann.
Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV)
Nur in Deutschland hat man solch eine verwirrende Verordnung. Denn was dahinter steckt, ist ebenso wenig verständlich. Das zeigen diverse Diskussionen in Blogs, Foren, etc.
Dabei diskutieren nicht nur selbsterlauchte Experten (Blogger), sondern auch Rechtsanwälte. Die wiederum sind sich allerdings ebenfalls nicht einig.
Die Waffen einer Online Petition sind schnell gezückt, und so gibt es bereits eine Site, auf der man sich eintragen kann, wenn man dafür ist, dass das JMStV abgeschafft wird. Es sind erst etwas über 1.000 Einträge, aber ich bin mir sicher, dass es schnell mehr werden.
Was ist also die logische Konsequenz? Blog abschalten? “Sendezeiten” einführen? Alles riskieren?
Ist das JMStV überhaupt wirkungsvoll? Das Internet hat ja keine Grenzen. Jeder könnte ein anonymes Blog auf einem internationalen Server einrichten und weiter auf Deutsch blgogen. Ein Blog außerhalb des Deutschen Rechtsraumes, kinderleicht erreichbar.
Ich werde dieses Blog erst mal weiterführen und schauen, ob die Diskussion in die eine oder andere Richtung ausschlägt.
Ab nach Thailand.
Endlich Urlaub! Der erste längere Urlaub seit September 2008! Es geht wieder in die Ferne, dieses mal in die östliche Hemisphäre – nach Asien, Thailand genauer gesagt. Wie schon während meines letzten Urlaubs an der Westküste der USA werde ich auch dieses Mal wieder ein Reisetagebuch unter www.urlaubsnotizen.de führen.
Da ich nicht sicher bin, wo ich in Thailand unterwegs sein werde, kann ich auch noch nicht abschätzen, wie oft ich Internetzugang haben werde. Es sollte mir jedoch mindestens möglich sein, alle paar Tage etwas zu schreiben, hoffe ich.
Viel Spaß beim virtuellen Mitreisen!
Es gibt jetzt ein Slow Media Manifest!
Social Media und das Echtzeitweb scheinen allmählich den Sprung von Sascha Lobo hin zur Gesamtbevölkerung geschafft zu haben. Einigen reicht das bereits und steigen wieder aus, andere fragen sich, wie sie ihre Mediennutzung in den Griff bekommen sollen.
Nun haben Benedikt Köhler, Sabria David, und Jörg Blumtritt das Slow Media Manifest verfasst. Kernidee ist die Aussage, dass es die eigene Haltung ist, die entscheidend im Medienkonsum ist:
Aufmerksamkeit und Konzentration – mithin Qualität – sind keine Frage der Medien, sondern der Haltung, mit der man sie nutzt.
Der Begriff Slow Media erscheint in letzter Zeit öfter mal in Blogs und das Buch “Payback” von Frank Schirrmacher spielt ja auch ein wenig in die Richtung. Dazu also ein paar Thesen zu formulieren scheint eine gute Idee zu sein. Daher sind im Manifest 14 Punkte festgehalten, mit dem folgenden Hintergrund:
Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, den so genannten Nuller-Jahren, haben sich die technologischen Grundlagen der Medienlandschaft tiefgreifend verändert: die wichtigsten Schlagworte lauten: Vernetzung, Internet und soziale Medien. Im zweiten Jahrzehnt wird es weniger darum gehen, neue Technologien zu finden, die das Produzieren von Inhalten noch leichter, schneller und kostengünstiger gestalten. Stattdessen wird es darum gehen, angemessene Reaktionen auf diese Medienrevolution zu entwickeln – sie politisch, kulturell und gesellschaftlich zu integrieren und konstruktiv zu nutzen. Das Konzept “Slow” – Slow wie in Slow Food und nicht wie in Slow Down – ist ein wichtiger Schlüssel hierfür. Analog zu Slow Food geht es bei Slow Media nicht um schnelle Konsumierbarkeit, sondern um Aufmerksamkeit bei der Wahl der Zutaten und um Konzentration in der Zubereitung. Slow Media sind auch einladend und gastfreundlich. Sie teilen gerne.
Nicht alle Punkte sind wirklich nachvollziehbar oder auf den ersten Blick schlüssig und es hat sich in den Kommentaren auch schon jemand zu Wort gemeldet der zu jeder der 14 Punkte was zu hinterfragen hat. Bin mal gespannt wie sich dieses Meme weiterentwickelt. Es soll in Kürze eine englische Übersetzung folgen, dann wird auch die englische Blogosphäre mit diskutieren.
Verlosung eines MyDays Gutscheins für ein SkyDinner.
Wo wir schon beim Thema Geschenke sind, kann ich auch über das andere Päckchen berichten, was ich erhalten habe.
Wie einige andere Blogger auch habe ich letzte Woche einen mydays Gutschein für ein “Dinner in the Sky” bekommen, verpackt in einer aufwendigen Box, inkl. gedrucktem Erlebniskatalog für die Saison 2009/2010.
Warte mal – wieso eigentlich ein gedruckter Erlebniskatalog? Ich bin doch im Web unterwegs, auf der Website gibt es die Angebote doch auch zu sehen? (Das Porto hätten sie sich sparen können.)
In meinem Fall hätten sie sich auch das Geschenk sparen können (trotzdem vielen Dank!), denn ich habe – jetzt gebe ich es öffentlich zu – Höhenangst. Ich habe mir die Fotos angesehen, das wäre nix für mich, ganz sicher nicht.
Daher habe ich mich dazu entschlossen, den Gutschein zu verlosen. Wer diesen Gutschein haben möchte, trage sich bitte in den Kommentaren ein, ich verlose diesen Gutschein dann am Sonntag, 7. Juni um 20 Uhr unter allen Kommentatoren, die Ihr Interesse bekundet haben.

Wer wissen möchte, wieviel dieser Gutschein “gebraucht” wert ist, kann sich z.B. bei dieser oder dieser ebay Auktion schlaumachen. Andere scheinen ihren Gutschein dort zu verkaufen. “Neu” kostet das Dinner übrigens 99,- Euro!
Wenn der Gewinner dann (bitte) noch über das Dinner berichtet, dann hat sogar MyDays etwas davon
Der Gutschein für eine Person ist bis zum 09.08.2009 gültig und kann für folgende Locations eingelöst werden:
21.05 – 24.05.2009 Köln
12.06 – 14.06.2009 Frankfurt am Main
26.06 – 28.06.2009 München
17.07 – 19.07.2009 Berlin
07.08 – 09.08.2009 Hamburg
Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen, insbesondere weil das ja eine private Verlosung ist.


