Gadgets

Netzfundstücke und Lesetipps zum Wochenende, KW 5

Lesenswerte Newsfundstücke der letzten Tage:

Apple darf das iPad 3G und ältere iPhones in Deutschland nicht mehr verkaufen. Grund ist ein Patentstreit mit Motorola.

Ein Artikel in der Welt über die Plattform niriu.de, die das Zusammenleben in den Stadtteilen fördern will. Die Plattform wurde in Hamburg gestartet, wird aber sicherlich bald in andere Städte ausgerollt.

Es geht mal wieder die Angst vor einer neuen Internetblase um, schreibt der Tagesspiegel. Auslöser für die Debatte ist natürlich der geplante Börsengang von Facebook.

Kai Thrun äußert eine gewiße Beunruhigung über das Versagen der Medien. Zurecht, wie ich finde!

Heveling hat Recht, schreibt Nico Lumma. Damit beschreibt er die Reaktion, die die Zielgruppe von Heveling vermutlich hatte. Und dass sich diese Zielgruppe eh nicht für die Wellen interessiert, die Hevelings Kommentar im Web geschlagen hat. Hier ist übrigens mein Senf dazu.

Was ist ACTA? Wer das bis jetzt immer noch nicht weiß, sollte diesen Beitrag von Bruno Kamm dazu lesen! Denn hier geht es um die Aushebelung von Bürgerrechten zu Gunsten einiger Unternehmen der Contentindustrie.

Das Wall Street Journal beschreibt die 3 wichtigsten Technologie Meta-Trends der nächsten Jahre (gefunden bei neunetz.de)

 

Facebooks Timeline Movie Maker

Die Timeline beschäftigt zur Zeit viele User, aber mit Sicherheit auch viele Kreative. Was für faszinierende Applikationen kann man mit der Timeline umsetzen?

Timeline Movie Maker macht jetzt aus der eigenen Timeline einen Film!

 

timeline movie maker

 

Mir wurde relativ schnell eine Fehlermeldung angezeigt: Man braucht leider mindestens 75 Bilder in seinen Fotoalben. Das habe ich nicht, und ich bin auch nicht bereit, nur für diese Applikation irgendwelche Bilder hochzuladen. Schaut es Euch am besten selbst an. Angeblich ist das sogar ein Produkt von Facebook.

Wir dürfen gespannt sein, was sich Kreative, Marken und Unternehmen noch alles ausdenken!

 

Joe Sabia erzählt die Geschichte des Storytelling mit einem iPad.

Joe Sabia hat auf einer TED Conference die Geschichte des Storytelling anhand eines iPads erzählt. Aufhänger seiner Geschichte ist Lothar Meggendorfer, der ca. 1860 aus normalen Büchern die typischen Popup-Bücher gemacht hat, die wir vermutlich alle aus unserer Kindheit kennen.

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Samsungs transparentes Smart Window

In Las Vegas findet gerade die CES statt, und alle Welt hält den Atem an, was es dieses Jahr (oder generell in Zukunft) an neuen Gadgets geben wird.

Und nun kommt Samsung mit dem transparenten Bildschirm, der gleichzeitig ein Fenster sein wird. Will. ich. haben!

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Ein neues virales Video zum iPhone 5.

Es ist ein neues “virales” Video zum iPhone 5 aufgetaucht. In dem Video wird ein iPhone gezeigt, das angeblich sogar ein holographisches Display hat:

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Man sehe und staune! Man staune aber auch, dass das Video schon/nur 8 Millionen Views hat. BasicThinking schreibt dazu über eine Sättigung des viralen Video Marktes. “der Tod des Viral-Videos?“. Dazu kommentierte ich folgendes:

Dazu nur zwei Gedanken: fast 8 Mio Views gilt gemeinhin immer noch als viral. Kann halt nicht jeder alles mitbekommen. Du verpasst ja auch jede Menge TV Spots, obwohl die (angeblich) millionenfach gesehen werden.
Zweiter Gedanke: 8 Mio in Deutschland ist viel. Weltweit ist das ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und das iPhone ist weltweit von Interesse…
Außerdem gibt es, glaube ich, gerade beim iPhone eine gewisse Hype-Sättigung. Schon wieder ein in einer Bar verlorenes iPhone. Schon wieder Gerüchte aus dem asiatischen Raum. Jedes Jahr wieder. Die Leute werden einfach immer gleichgültiger.

Die neue Schweiz für Musikpiraten.

Videopunk schreibt auf Twitter:

iTunes Match ist die neue Schweiz für Musikpiraten.

Ich hatte einen ähnlichen Gedanken, als ich eben die WWDC Keynote von Steve Jobs verfolgte: endlich können Musikpiraten ihre geklauten Songs waschen. Das auch noch supergünstig, für nur $25,- pro Jahr.

Einfach per iTunes Match die Songs auf der Festplatte identifizieren lassen und danach die Songs aus iTunes heraus (vielleicht sogar noch in besserer Qualität) in der Cloud speichern, auf jedes Endgerät puschen und voilá: weiße Ware, äh Songs. Zumindest auf allen Geräten außer dem Originalgerät, wo die geklauten Songs auf der Festplatte schlummerten.

Ein cleverer Schachzug, auch aus Sicht der Musikindustrie – denn ich bin mir sicher, dass die großen Labels das unterstützen. Denn sollte Apple einen Teil der Einnahmen an die Labels abführen, wovon ich stark ausgehe, können diese zum einen auch an jenen Songs mitverdienen, die vorher bereits auf CD gekauft wurden und kassieren so doppelt. (Update: Die Musikverlage erhalten 30% von den $25)

Bei allen anderen Songs können die Labels auf diese Weise doch noch ein wenig an vormals geklauten Songs mitverdienen. Das wäre wie ein leises Eingeständnis, dass die Piraterie nicht mehr aufzuhalten ist.

Sehr clever, Herr Jobs! Sie sind wieder mal einen Schritt voraus!

 

Apple location tracker – Big Brother weiß wo Du warst!

Das Geschrei ist groß. Seit einigen Tagen schon. Apple schreibt die Ortsdaten sämtlicher iPhones (ab iOS 4) mit. Man kann sich das anzeigen lassen und es ist wirklich verblüffend, was alles mitgeschrieben wird. Ja, man wusste es vorher, die entsprechenden Passagen in den AGBs sind schon vor einiger Zeit durchs Web gewandert und kritisiert worden.

Aber manchmal muss man soetwas einfach sehen, um es zu glauben und sich zu wundern. Hier ist ein Überblick über meine Locations:

Es wurden nur Daten in Europa, Dubai und Asien mitgeschrieben. Meine Reise in den USA tätigte ich noch mit dem iOS3, daher sind meine Aufenthalte dort nicht mitgeschrieben worden. Aber: Dubai? Dort war ich nur ein paar Stunden. Dennoch erscheint der Punkt auf der Karte! Beeindruckend und erschreckend zu gleich.

Interessant ist vor allem die Deutsche Karte. Hier sind viele Orte richtig. Hamburg, Berlin, Köln, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt und München sind durchaus Orte, wo ich mich oft aufhalte.

Aber all die gelben und roten Punkte sind falsch. Von vielen dieser Orte wusste ich bis heute gar nicht, dass es sie gibt. Angeblich gibt es manchmal Probleme bei der Triangulation, aber einige dieser Orte sind viel zu weit von meinen üblichen Trampelpfaden entfernt.

Das Tool, mit dem Ihr diese Maps erstellen könnt, kann man hier runterladen. Es liest auch Daten aus dem Backup in iTunes, ich hatte mein iPhone z.B. gar nicht angeschlossen, als ich diese Karten erstellte.

Die AGBs von Apple (Deutschland) haben dafür bereits den Big Brother Award bekommen.

Bei Netzpolitik bekommt Ihr einige Tipps, wie man dies alles einschränken / verhindern kann.

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