Games

Gamecast: vom Videospiel zum Spielfilm.

Für viele Menschen sind Videospiele eine echte Freizeitalternative zu Spielfilmen oder Serien. Was wäre, wenn man nun aus einem Videospiel einen Film oder eine Serie macht? Aus dem komplexen Spielverlauf eines Mulitplayer Games eine halbwegs linear verlaufende Story zusammenschneidet?

Gamecast versucht genau das:

Gamecast ist ein Forschungsprojekt, das die beiden Medien Fernsehen und Videospiel verbindet um ein System zu erschaffen, mit dem aus Videospielen interaktive Serien und Filme produziert werden können. Das Ziel ist eine computeranimierte Fernsehserie, bei der Zuschauer über das Internet selbst mitspielen können.

Gamecast ist ein Storytelling- und Broadcastsystem, das aus einer Videospielhandlung eine 3D-animierte TV-Serie erzeugen kann. Gamecast-Serien haben das Ziel sich inhaltlich und optisch nicht von einem normalen, computeranimierten Film zu unterscheiden.

Um die Serie zu erstellen, wird die im Spiel erzeugte Handlung verarbeitet und als Datensatz gespeichert. Ein Regieteam kreiert daraufhin aus diesen Daten eine optisch ansprechende und dramaturgisch verlaufende Serienhandlung.

Die Grundzüge der Story sind von einem Team von Autoren definiert d.h. die Serie wird einen durchgehenden Handlungsbogen mit einigen festen Hauptdarstellern aufweisen. Wie auch in heutigen Fernsehserien gibt es Akteure, die in Action und Dialogszenen die Handlung vorantreiben. Hier sind es die Computerspieler, die einen Online-Charakter nach ihrem eigenen Bild erstellen und dann eine Rolle in der Handlung der Serie übernehmen können.

Die Videospieler werden durch eine zusätzliche Komponente zu echten Schauspielern: eine neue technische Errungenschaft erkennt die Emotionen der Videospieler und projiziert diese auf deren Avatare:

Das sogenannte SHORE-System wurde vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickelt und ermöglichst es mithilfe handelsüblicher Hardware, wie beispielsweise einer Webcam, verschiedene Formen von Emotion zu erkennen. GAMECAST hat diese Technik für Videospiele nutzbar gemacht und sie so modifiziert, dass die Emotionen des Spielers auf das virtuelle Ich übertragen werden kann. Angefangen bei Ärger über Freude bis hin zu Blinzeln – ohne eine einzige Taste zu drücken hat der Spieler die Möglichkeit seine Gefühle durch den Avatar zum Ausdruck zu bringen und wird somit zum virtuellen Schauspieler.

Ein sehr interessant klingendes, extrem futuristisch anmutendes Projekt, bin gespannt auf das Ergebnis!

Chatroulette – einfache Idee mit viralem Potential

Die Erfinder von Webquatsch werden immer jünger. Chatroulette hat ein 17 jähriger Schüler aus Moskau entwickelt. Die Idee scheint zur Zeit stark abzuheben. Die Seite ist sehr jung, hatte im Dezember noch ca. 300 Besucher, jetzt sind es angeblich 20.000 pro Abend.

Eine sehr einfache Idee: Man besucht die Website, klickt auf Start und befindet sich per Zufallsprinzip mit irgendeiner anderen Person auf diesem Erdball in einem Videochat. Gefällt das Gesicht nicht, kann an einfach kurz auf “Weiter” klicken und bekommt den nächsten Gesprächspartner. Hört sich gruselig an? Das scheint es tatsächlich auch zu sein. Angeblich trifft man jede Menge verrückte Geeks:

There was a man who wore a deer head and opened every conversation with “What up DOE!?” A guy from Sweden was reportedly speed-drawing strangers’ portraits. Someone with a guitar was improvising songs for anyone who’d give him a topic. One man popped up on people’s screens in the act of fornicating with a head of lettuce. Others dressed like ninjas, tried to persuade women to expose themselves, and played spontaneous transcontinental games of Connect Four. Occasionally, people even made nonvirtual connections: One punk-music blogger met a group of people from Michigan who ended up driving eleven hours to crash at his house for a concert in New York.

Die NY Times hat auf der Seite, wo ich den obigen Text gefunden habe übrigens einen längeren Artikel zu dem Phänomen. In einem anderen Artikel der NY Times erzählt der 17 Entwickler ein wenig mehr über sein Projekt und seine Motivation hinter der ganzen Geschichte.

Webrundschau: Heisser Scheiss.

Man sollte meinen, es gibt nix mehr, was man nicht mit einem USB Anschluss zum Laufen bringen kann. Und wenn man das hier sieht, dann fühlt man sich bestätigt. (Hier gefunden.)

Und dann gibt es – für alle Hobbydichter und Scrabblechampions – Twittermagnets. Ein Spiel mit Worten, jederzeit austauschbar, fertige Gedichte können sofort getwittert werden, denn es gibt immer jemanden da draußen, der sich für Deine Worte interessiert. Bestimmt. (Danke, @petite_a)

Und dann noch etwas aus der Bereich der modernen Künste: Schlauchkunst.  Solltet Ihr wirklich im Fullscreen Modus schauen! (Hier gefunden)


Fluid Sculpture from Charlie Bucket on Vimeo.

Netzrundschau, 31. März 2009

  • Alper Iseri im Basicthinking Blog mit einer interessanten These, warum die Download-Piraterie von der Medienindustrie indirekt sogar noch gefördert wird.
  • Die bestehenden Verträge zwischen Google und GEMA laufen aus und nun können sie sich nicht auf einen neuen Preis pro abgespielten Musikvideo einigen, weswegen Google für Deutschland sämtliche Musikvideos abklemmen muss.
  • Grossartig: Ich habe Doom geliebt. Das Video hier kannte ich noch nicht, und es ist angeblich sehr alt – aber die Showeinlage von Bill Gates bei ca. 2 Minuten ist lustig. (via Nerdcore)

Lebensechte Computeranimation ‘Emily’

Wahnsinn, wie echt diese Computeranimation erscheint! Denn die Emily in dem folgenden Video ist alles andere als echt:

Hier gibt es weitere Informationen zu der Technologie.

Emily – the woman in the above animation – was produced using a new modelling technology that enables the most minute details of a facial expression to be captured and recreated.

Wichtig sind, wie so oft, die Details:

“The subtlety of the timing of eye movements is a big one. People also have a natural asymmetry – for instance, in the muscles in the side of their face. Those types of imperfections aren’t that significant but they are what makes people look real.”

Interessanterweise wurden in den letzten Jahren viele Figuren in Computerspielen nicht so detaillierte nachgemodelt, ganz im Gegenteil, die Gesten und Gesichtsausdrücke wurden anscheinend absichtlich vereinfacht:

For many years now, animators have come up against a barrier known as “uncanny valley”, which refers to how, as a computer-generated face approaches human likeness, it begins take on a corpse-like appearance similar to that in some horror films.

As a result, computer game animators have purposely simplified their creations so that the players realise immediately that the figures are not real.

“There came a point where animators were trying to create a face and there was a theory of diminishing returns,” said Raja Koduri, chief technlology officer in graphics at AMD, the chip-maker.

Wenn das so weiter geht, dann wird man in 5 Jahren nicht mehr sicher sein können, ob Berichte und Dokumentationen im Fernsehen computeranimiert sind, oder ob da wirklich der Politiker spricht, den man  gewählt hat. (Gottseidank zählen noch öffentliche Auftritte, sonst könnte es irgendwann komplett virtuelle Politiker geben, und keiner weiß so recht, ob es diesen Menschen gibt oder eben nicht.)

Barack, Paper, Scissors – ein YouTube Game

Barack, Paper, Scissors – oder wie man die YouTube Möglichkeit, Filme miteinander zu verlinken, intelligent nutzen kann. Sehr geile Idee, seht selbst und spielt ein paar Runden mit!

(danke, thorsten!)

Aus der Sicht des IT Supports

Diese ganzen Supportanrufe von irgendwelchen DAUs sind natürlich sehr nervig. Wie der IT Support damit umgeht (oder umgehen könnte) sieht man hier:

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